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Reiki und Geld
Damit sind wir auch schon beim nächsten Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird, nämlich beim Thema Geld.
Auch hier macht es Sinn, sich an einfache Wahrheiten zu halten.
Eine einfache Wahrheit lautet: In der Welt der Polarität gibt es nichts umsonst. Wer etwas erhält muß etwas Anderes dafür geben, sonst hat er ein Problem.
Wohlgemerkt: Er selbst; weniger der Andere, von dem er genommen hat.
Wer in eines anderen Menschen Schuld steht, muß diese – wann auch immer und sei`s, nachdem er diese Welt verlassen hat – bezahlen. Es muß daher vor allem das Interesse des „Schuldners“ sein, frei zu werden, um nicht mehr an den „Gläubiger“ gebunden zu sein. Auflösung von Karma ist immer auch die Auflösung von Bindungen und umgekehrt.
Wer also das Interesse hat, frei zu werden und seine Freiheitsgrade in seinem Leben zu vergrößern, sollte genau hinsehen, wo er Verpflichtungen bzw. Bindungen eingeht.
Es gibt in diesem Universum nun aber leider Wesen, die gern fremde Energie nutzen wollen, weil ihnen der Weg, ihre eigene zu entwickeln oder einzusetzen, als zu schwierig oder anstrengend erscheint. Einfacher ist Diebstahl.
Das darf freilich nicht offen gesagt werden, weil: Sonst fällt ja keiner darauf herein.
Es wird also getrickst.
Dies leider auch im Bereich der REIKI-„Scene.“
Wenn Sie also lesen: „Bei mir gibt`s alles umsonst!“ sollten Sie sehr vorsichtig sein, weil: In Wirklichkeit bezahlen Sie hier am meisten!
Allerdings nicht unbedingt Geld.
Oft eher mit einem Teil Ihrer Seele.
Hier werden die engsten energetischen Bindungen geschaffen und die Leute merken es nicht einmal!
Viele Gurus oder Meister jeder Art von spiritueller Tradition oder Linie besitzen sehr viel Kraft, mit der sie teilweise wirklich Erstaunliches zuwege bringen.
Ein ehrlicher Meister wird seinen „Schülern“ sagen, dass ein großer Teil dieser Kraft aus der Aufmerksamkeit und Verehrung (Gebete, intensive positive Gedanken, Wünsche, usw.) erwächst, die diese ihm entgegenbringen, sodaß sie sozusagen die energetische Grundlage bilden, auf der er handeln kann.
Er ist damit – zumindest zum Teil - von der Energie seiner Umgebung abhängig.
Es ist dies auch alles so lange in Ordnung, wie alle wissen, was passiert und damit einverstanden sind.
Es ist nicht in Ordnung, wenn Teilwahrheiten verbreitet werden und Menschen im Unklaren gelassen werden über das, was wirklich geschieht.
Nur ein ehrlicher Meister rechtfertigt das Vertrauen seiner Schüler.
Ein verantwortlicher Meister oder Lehrer sollte Ihnen die Wahrheit sagen über energetische Prozesse.
Selbstverständlich ist REIKI – die universelle Lebensenergie kostenlos, genauso wie die Luft zum Atmen.
Was nicht kostenlos sein kann, sind Zeit und Aufwand, den Ihr Meister/Lehrer für Ihre Einweihung und Ausbildung aufwenden muß. Dies muß von Ihnen ausgeglichen werden und nur dafür bezahlen Sie.
Die Art des Ausgleichs ist zweitrangig. Ob Sie den Ausgleich in Geld vornehmen oder lieber etwas tun, was Ihr Meister als einen Gegenwert ansieht, ist – energetisch gesehen – belanglos. Entscheidend ist allein, dass ein wirklicher Ausgleich erfolgt, um Sie im besten Sinne „frei“ zu machen.
Anhaltspunkte für „Preise“ sind in ausreichendem Maße in der Literatur und im Internet vorhanden.
Ein wirklicher Ausgleich ist dann gegeben, wenn beide zufrieden sind mit der getroffenen Regelung.
Reiki und Religion
Nach meiner Überzeugung verhält es sich so, dass es nur einen Gott gibt, der in den unterschiedlichen Religionen dieser Welt einen jeweils anderen Namen trägt.
Darüber hinaus gibt es jeweils verschiedene Träger dieser Gotteskraft, durch die sie auf dieser Erde sichtbar in Erscheinung getreten ist. In der christlichen Tradition ist dies Jesus Christus, der als Sohn Gottes angesehen wird.
Zu allen Zeiten aber gab und gibt es jenseits aller Unterschiede, die durch die verschiedenen Religionen gemacht werden, Praktiken oder Einweihungswege, die uns auf unterschiedliche Weise mit dem großen Zentrum göttlicher Liebe in Kontakt bringen können, ohne dass wir uns hierzu erst zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft bekennen müssten. Hierzu gehört REIKI.
Es geht nicht um ein Bekenntnis, es geht um das Leben selbst. REIKI wurde zwar einem christlichen Mönch, Dr. Mikao Usui, einem Japaner, offenbart, was aber nicht bedeutet, dass es nur von Angehörigen der christlichen Religion praktiziert werden könnte oder etwa nur von Asiaten.
Feinstoffliche Traditionen oder Heilsysteme sind nicht soweit voneinander getrennt, wie es uns die Vertreter von egal welchen Kirchen oder Glaubensgemeinschaften oft weis machen wollen.
Selbst Religionen stehen in einem ganz deutlichen – ich nenne es einmal Entwicklungszusammenhang – zueinander und sind oftmals nur „Fortschreibungen“ von etwas, das bereits vorher erkennbar war.
So drückt sich beispielsweise im jüdischen Glauben an allen Ecken und Enden die ägyptische Tradition aus, wie auch Juden- und Christentum Äste ein und desselben Baumes sind, bei dem das Alte Testament den gemeinsamen Stamm bildet.
Ohne in vergleichende Religionslehre ausarten zu wollen:
Es stände uns allen gut an, in den verschiedenen spirituellen Traditionen dieser Welt endlich einmal den Fokus mehr auf das Gemeinsame zu richten anstatt ständig die Unterschiede zu betonen.
Wie schon weiter oben beschrieben: Die Absicht oder Intention, aus der heraus gehandelt wird, ist für mich der entscheidende Punkt bei der Beurteilung menschlicher Motive.
Wir können alle irren.
Wenn aber Liebe, Toleranz und Respekt vor dem Anderen das Motiv unserer Handlungen darstellt, so dürfen wir wohl auf Gnade hoffen, sollten wir auch fehl gehen.
Verschiedene REIKI-Meister folgen naturgemäß auch verschiedenen religiösen Traditionen, eben weil REIKI religionsunabhängig ist.
Ich selbst bekenne mich zu Jesus Christus. Als Symbol meiner Entscheidung verwende ich das keltische Kreuz, weil in ihm der Kreis noch vorkommt, der in vorchristlicher Zeit die Erde bzw. die Große Urmutter repräsentierte. Die vom Stamm des Kreuzes aufsteigende Energie wird hierbei nicht durch den „Querbalken“ blockiert, sondern darf weiter – vermittelt über den Kreis – aufsteigen. Die Erde, die Materia (von lat. Mater = Mutter) wird weiterhin geachtet und respektiert.
Mir ist darum diese Form des Kreuzes ein Ausdruck von Liebe und Versöhnung älterer Traditionen mit der neueren christlichen und auch ein Ausdruck der gleichrangigen Achtung des männlichen und des weiblichen Prinzips.
Für mich ist es kein Zufall, dass diese Form des Kreuzes ausgerechnet in Irland weit verbreitet ist, in einem Land, in dem meines Wissens keine einzige der so genannten Hexenverbrennungen stattgefunden hat.
„Ein neues Gebot gebe ich Euch, dass Ihr Euch untereinander liebet, wie ich Euch geliebt habe, auf dass auch Ihr einander lieb habt.
Dabei wird jedermann erkennen, dass Ihr meine Jünger seid, so Ihr Liebe untereinander habt.“
(Johannes 13, 34 u. 35)
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